Sind Proteine wirklich so gesund für uns?
In diesem Artikel wollen wir die Wahrheit über Proteine erkunden. Proteine wurden uns zusammen mit einer Flut an trendigen Diäten regelrecht aufgezwängt. Unsere Kultur ist derart mit sogenannten „Fakten" über Protein durchzogen, dass viele Menschen oft nur darüber nachdenken, ob ein Lebensmittel proteinreich ist oder nicht. Wenn du versuchst, gesunde Entscheidungen für dich und deine Familie zu treffen, und nicht weißt, welche anderen Bestandteile bei diesem Nahrungsmittel möglicherweise schädlich sein könnten, wird die Wahl schwierig.
Die fehlerhafte Auffassung der Bedeutung von Proteinen in unserer Ernährung trat erstmals in den 30er-Jahren auf. Protein wurde rasch zu einem Schlüsselbegriff in der Lebensmittelindustrie und sie dienten als Strategie, um unsere Kaufentscheidungen in eine bestimmte Richtung zu lenken. Diese Besessenheit für Proteine fördert nicht unsere Gesundheit, sondern sie dient vielmehr dem Profit.
Hätte die Industrie tatsächlich unsere besten Interessen im Blick gehabt, wäre ein massiver Geldbetrag in eine globale Kampagne geflossen, um Menschen zu motivieren, mehr Obst, Blattgemüse und Gemüse zu konsumieren und Lebensmittel auszuwählen, basierend auf ihrem Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien. Stattdessen haben sie die Wichtigkeit auf Proteine gelegt.
Die Leber — das eigentliche Zentrum der Proteinproduktion, weitgehend unbekannt
„Dieser Protein-Mythos hat zu einer weitverbreiteten Verunsicherung geführt, wie viel Protein unser Körper tatsächlich benötigt."
Die Proteinverunsicherung — woher kommen Proteine wirklich?
Dieser Protein-Mythos hat zu einer weitverbreiteten Verunsicherung darüber geführt, wie viel Protein unser Körper tatsächlich benötigt. Es ist aber nicht das Protein in der Nahrung, welches die Leber benötigt, um die gesunden Proteine herzustellen, die unser Körper braucht. Richtig ist, dass die Leber die Verantwortung trägt, die Arten von Proteinen zu produzieren, die der Körper erkennen kann — eine der wenig bekannten chemischen Funktionen der Leber.
Die Leber hat mehr als 2000 chemische Funktionen, von denen bislang nur einen Bruchteil entdeckt wurden. Die meisten Proteine, die von der Leber produziert werden, stammen aus Früchten, Blattgemüse und Gemüse — und nicht aus den Nahrungsmitteln, die viele als proteinreich ansehen, wie Eier, Speck, Joghurt, Rindfleisch, Hühnchen, Tofu, Fisch, Milch, Nüsse und Samen.
Obst ist die wahre Proteinquelle
Überall, um uns herum hören wir, dass es wichtig ist, auf den Proteingehalt zu achten. Leider ist der Protein-Mythos heutzutage so fest in unserer Gesellschaft verankert. Selbst die klügsten Köpfe empfehlen, Protein als das A und O der Nahrungsaufnahme zu betrachten.
Die Industrien, die diese Botschaft verbreiteten, waren sehr erfolgreich damit. Hätten sie wirklich unsere Gesundheit im Sinn gehabt, wäre die Botschaft eine völlig andere gewesen.
Die wahren Ursachen von Krankheiten — das Dirty Blood Syndrom
Ein weiteres zentrales Problem des Protein-Mythos ist, dass viele Menschen denken, sie tun das Richtige, wenn sie unausgewogene proteinreiche Diäten konsumieren. Unabsichtlich ernährst du dich von einer fettreichen Diät, die schwerwiegende Folgen haben kann. Diese Proteine und Fette sind nicht voneinander zu trennen, und eine solche Ernährung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Entstehung chronischer Krankheiten, Autoimmunerkrankungen sowie zahlreicher Symptome.
Sie sind der wahre Auslöser für chronische mysteriöse Beschwerden wie Migräne, Hashimoto, Lupus, Fibromyalgie, Multiple Sklerose, Ekzeme, das chronische Müdigkeitssyndrom, Harnwegsinfekte, zystische Akne, Kribbeln und Taubheit, Diabetes, Autismus und viele mehr.
Das Dirty Blood Syndrom — wenn das Blut durch Fett, Toxine und Erreger zu dickflüssig wird
Diese Erkrankungen haben ihre wahren Ursachen in Krankheitserregern, giftigen Schwermetallen und anderen Toxinen, die nichts mit Proteinen zu tun haben. Eine zu fettreiche Ernährung macht es nahezu unmöglich, dass die tatsächlichen Verursacher dieser Krankheiten den Körper verlassen können. Dies geschieht, weil das Blut durch all das Fett sowie durch eine Vielzahl dieser Erreger, Toxine und Metalle im Blutkreislauf zu dickflüssig wird. Dieses Phänomen wird als Dirty Blood Syndrom — oder dreckiges Blut Syndrom — bezeichnet.
Was das Dirty Blood Syndrom verursacht
In der heutigen Welt hat jeder Mensch aufgrund seiner Lebensumstände schmutziges Blut, das durch Krankheitserreger und Giftstoffe entstanden ist, denen wir ausgesetzt sind, und die wir durch unsere Vorfahren erben. Es ist wichtig zu beachten, dass dies nicht dasselbe ist wie ein genetisches Problem.
Darüber hinaus ist schmutziges Blut oft das Resultat chronischer Dehydrierung, deren sich die meisten Menschen nicht einmal bewusst sind, sowie der ungesunden Nahrungsmittel, die wir konsumieren. Daher ist es entscheidend, dass alle über das Dirty Blood Syndrom Bescheid wissen.
„Hilfestellung ist möglich — und das ganz natürlich." Katrin Lopez Varas · LebenPur
Was unser Gehirn wirklich braucht — keine Fette, sondern Glukose
Es herrscht derzeit auch eine weitverbreitete Überzeugung, dass das Gehirn aus Fett besteht und dass eine Aufnahme gesunder Fette für die Gesundheit des Gehirns zwingend erforderlich ist. Bedauerlicherweise ist dies eine schädliche Fehlinformation! Eine fettreiche Ernährung kann katastrophale Auswirkungen auf das Gehirn haben; tatsächlich besteht nur ein mikroskopisch kleiner Anteil des Gehirns aus Fett, bis auf die kleinen Spuren von Omega-Fettsäuren.
Das Gehirn ist hauptsächlich ein Organ, das aus Zucker besteht. Glukose ist der Treibstoff für unser Gehirn, nicht Fett; ohne ausreichend Glukose beginnt das Gehirn zu schrumpfen. Im Alter wird es umso wichtiger, dass das Gehirn ausreichend Glukose erhält, da fettreiche, proteinreiche und kohlenhydratarme Ernährungsweisen dafür sorgen, dass Früchte und Kartoffeln gemieden werden. Es ist die Glukose und die Mineralsalze, die es dem Gehirn ermöglichen, seine unglaublich vielfältigen Funktionen auszuführen.
Das A und O ist der natürliche Zucker
Natürlich gewonnener Zucker, wie der aus Früchten sowie aus natürlichen Kohlenhydraten wie Kartoffeln, Süßkartoffeln und Winterkürbis, spielt eine Rolle beim Muskelaufbau.
Hingegen stehen Fette dem Muskelwachstum im Weg — besonders für all jene, die Proteinshakes konsumieren. Es ist der Zucker aus Früchten und Kohlenhydraten, die tatsächlich für das Wachstum der Muskelmasse verantwortlich sind.
„Es ist nicht das Protein in den Shakes oder anderen Lebensmitteln, die du zu dir nimmst — es ist der natürliche Zucker aus Früchten."
Protein ist nicht für die Sättigung zuständig — ein weit verbreiteter Irrtum
Kartoffeln, Süßkartoffeln, Winterkürbis — unterschätzte Kraftpakete für Gehirn und Muskeln
Protein ist auch nicht dafür da, den Hunger zu stillen. Oft höre ich Menschen sagen, dass sie Eier zum Frühstück benötigen, um satt zu werden, oder Hühnchen oder Tofu zu ihrem Gemüse. Aufgrund des Sättigungsgefühls nach dem Verzehr von tierischen Proteinen oder proteinreichen pflanzlichen Lebensmitteln wie Soja oder Nüssen glauben viele fälschlicherweise, die Proteine hätten sie gesättigt — das ist jedoch nicht der Fall.
Der Grund für das Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit mit tierischem Eiweiß oder Soja liegt nicht am Protein selbst, sondern am Fett. Übermäßige Fettmengen können hingegen schädlich für die Leber sein. Die Konzentration sollte stattdessen darauf liegen, genug Kalorien aus gesundheitsfördernden Lebensmitteln zuzuführen — das sind Früchte, Blattgemüse und Gemüse wie Kartoffeln, Süßkartoffeln und Winterkürbis.
Veganer und Fleischesser — beide tappen in die gleiche Falle
Zwei Welten — eine Wahrheit
Menschen mit einer pflanzenbasierten Ernährung sowie Fleischesser tappen häufig in die gleiche Falle einer fettreichen Ernährung. Wenn du Veganer bist, könnte es sein, dass du täglich zu viele Nüsse, Öle oder Avocados isst.
Milchprodukte und Eier sind ebenfalls problematisch und sollten von jedem gemieden werden, der Symptome oder Erkrankungen hat oder ihnen vorbeugen möchte, da sie Bakterien nähren und Krankheiten begünstigen.
Menschen, die sich pflanzenbasiert ernähren oder eine proteinreiche tierische Ernährung bevorzugen, machen sich oft Gedanken ums Altern. Zu viel Protein kann jedoch zu Symptomen führen, die verschiedene Gesundheitsprobleme hervorrufen, selbst bei Sportlern mit wenig Körperfett. Diese Probleme können sich auf unterschiedliche Weise äußern, am häufigsten als Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes, die alle auf eine toxische, träge Leber und das Vorhandensein von „schmutzigem" Blut zurückzuführen sind.
Das goldene Ticket für deine Gesundheit — fettarm und pflanzlich
Selleriesaft, Spinat, Bananen — reich an Mineralsalzen und die wahre Kraftnahrung für die Leber
Letztendlich ist es egal, welche Symptome oder Krankheiten du hast. Das goldene Ticket zur Heilung könnte eine fettarme Ernährung sein. Die oft beworbenen proteinreichen Diäten sind nicht so effektiv, wie man hofft; sie können die Situation sogar verschlimmern. Je mehr Protein in einer Ernährung enthalten ist, desto mehr Fette sind meist ebenfalls vorhanden.
Vielleicht stellst du dir jetzt die Frage: Was kann ich essen? Die Wahrheit ist, dass Proteine in allen unverarbeiteten Lebensmitteln zu finden sind, was deine Auswahl nahezu unbegrenzt macht. Roher Spinat und Nori sind hervorragende Proteinquellen. Kartoffeln werden häufig gemieden, doch die Haut einer Kartoffel enthält nahrhaftes Protein, und auch Tomaten haben Protein in sich. Bananen sind nicht nur proteinreich, sondern auch sättigend durch ihren Kaloriengehalt; zudem helfen sie, Viren im Darm abzutöten und unterstützen bei Reizdarm, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.
Was wir wirklich essen sollten
- Frische Früchte: Orangen, Äpfel, Bananen, Beeren — reich an Antioxidantien und Proteinen
- Blattgemüse: Spinat, Nori, Salat — die unterschätzten Proteingeber
- Stärkehaltiges Gemüse: Kartoffeln, Süßkartoffeln, Winterkürbis — für Gehirn und Muskeln
- Selleriesaft: Reich an Mineralsalzen, transportiert Giftstoffe ab
- Leber-unterstützende Rezepte: Apfelsoße, Ingwer-Sorbet, Linsen-Tacos, Blumenkohl-Sushi
Wie kann ich optimale Gesundheit erreichen? — der Fokus liegt auf Fülle
Orangen und Äpfel sind ebenfalls proteinhaltig und tragen erheblich zur Lebergesundheit bei. Priorität sollte bei einer pflanzenbasierten Ernährung sein, dass du nicht zu viel Fette zu dir nimmst — etwas Avocado sowie eine Auswahl an Nüssen und Samen ist dabei in Ordnung. Wenn es um die Heilung von Symptomen und Erkrankungen und um das Erreichen optimaler Gesundheit geht, fokussiere dich auf eine Fülle von frischen Früchten, Blattgemüse und Gemüse, einschließlich stärkehaltiger Gemüse wie Kartoffeln und Winterkürbis.
Solltest du tierische Produkte konsumieren, dann bitte sehr selten und halte die Portionen an tierischem Protein möglichst klein und integriere gleichzeitig mehr Obst, Blattgemüse und Gemüse in deine Ernährung. Aber wenn du schon Erkrankungen und Symptome hast, würde ich sie meiden.
„Wir haben vielleicht nicht die Macht, die Medizin oder die Ernährungsindustrie zu verändern — aber wir können unsere eigene Ernährung und unsere Glaubenssätze ändern."
Fazit — Hilfestellung ist möglich, ganz natürlich
Das Wissen darum, dass der Trend von zu hohem Proteinanteil dir nicht wirklich hilft oder deine Symptome und Erkrankungen heilt, ist entscheidend für deine Gesundheit und die deiner Lieben.
Heutige Eiweiß-Diäten raten zwar dazu, verarbeitete Nahrungsmittel aus der Ernährung zu streichen, was zweifellos hilfreich ist und erklärt, warum sich einige Menschen eine Zeit lang besser fühlen. Doch letztlich wird die hohe Menge an Proteinen und Fetten in diesen Diäten zu Krankheiten führen.
Wie auch immer du dich ernährst, der entscheidende Punkt ist, dass du den Fokus auf Protein reduzierst, da das Fett, das automatisch mit dem Protein aufgenommen wird, für jeden mit einer Erkrankung oder Symptomen problematisch sein kann. Egal, ob du tierisches oder pflanzliches Protein konsumierst, eine zu fettreiche Ernährung wird irgendwann zu einer Erkrankung oder zu Symptomen führen.
Wir haben vielleicht nicht die Macht, die Medizin oder die Ernährungsindustrie zu verändern, aber wir können unsere eigene Ernährung und unsere Glaubenssätze ändern und auch den Menschen um uns herum helfen. Halte fest an diesen Wahrheiten, und mit dieser Weisheit kannst du Entscheidungen treffen, die dich unterstützen und nicht behindern.
Hilfestellung ist möglich — und das ganz natürlich!
In Liebe und Gesundheit,
Katrin Lopez Varas